Japanische Gärten sind für Europäer kleine Kunstwerke. Für Japaner bedeuten die grünen Oasen jedoch viel mehr. Er soll die Sinne der Besucher anregen. Die sollen sich an den Bildern und Düften ergötzen. Zudem soll er einen Ort der Ruhe darstellen. Gestresste Menschen sollen hier Entspannung finden und neue Kraft schöpfen. Es gibt zahlreiche Gärten in Japan und Besucher aus Europa holen sich hier gerne Tipps für den heimischen Garten.
Die Ruhe, die japanische Gärten ausstrahlen, ist kaum beschreibbar. Steine und Moos spielen eine große Rolle. Übergroße Findlinge liegen meist in oder am Rande von künstlich angelegten Gewässern und sind mit Moos übergrünt. Diese Kombination soll Ruhe vermitteln und zur Entspannung beitragen. Zudem soll Moos die Menschen anregen über die Zeit nachzudenken, da die Pflanze selber für Kontinuität steht. In vielen Gärten sind Kieswege zu finden. Die sollen in Kombination mit Moos und Teegewächsen die Sinne anregen. Die typischen asiatischen Tempel und Pavillons vollenden das Werk. Alle Gärten sind künstlich angelegt und die Gewächse mit äußerster Sorgfalt zusammengestellt. Für Japaner gehört der Gartenbesuch zum täglichen Leben. Vielleicht erklärt das, warum sie das Volk mit der höchsten Lebenserwartung sind.
Urlauber, die in Japan einen Garten besuchen wollen, sollten sich vorher nach den Eintrittsbedingungen erkundigen. Der Andrang ist gerade in größeren Städten sehr groß und Tickets müssen oft zuvor reserviert werden. Zudem ist der Eintritt nicht gerade preiswert. Ticketpreise von 45 Euro sind keine Seltenheit.
