Das Schreien der Händler ist Kilometerweit zu hören. Aus die Geräusche der Kamele schallen über den staubigen Platz. Jeden Freitag ist Kamelmarkt in Kairo. Über hundert Kamele wechseln dann die Besitzer. Nur wenige Touristen verirren sich hier hierher. Doch der Kamelmarkt ist wirklich einen Besuch wert.
Wer den Kamelmarkt von Kairo besuchen will, der muss früh aufstehen. Schon lange vor Sonnenaufgang werden die Kamele zusammengetrieben. Der Markt findet nahe dem Dorf Birqash statt, etwa 30 Kilometer nördlich von Kairo. Die Anreise ist etwas umständlich, da sich normalerweise keine Touristen auf dem Markt aufhalten. Er ist also noch ein echter Geheimtipp. Am einfachsten ist die Anmietung eines Mietwagens mit Chauffeur. Wer es auf eigene Faust versuchen will, sollte bis zum Ramses Bahnhof, der liegt nördlich von Kairo, fahren. Von hier geht es mit dem Taxi weiter. Der Fahrpreis sollte vor Beginn der Fahrt ausgehandelt werden. Denken Sie auch daran, dass Sie wieder zurück müssen und am Kamelmarkt selber, nicht unbedingt ein Taxi zu bekommen ist.
Der Besuch des Kamelmarktes ist eigentlich umsonst. Leider berichten immer mehr Touristen, dass für Ausländer ein Eintrittsgeld verlangt wird. Fragen Sie Ihren Mietwagen-Chauffeur oder den Taxifahrer, ob er Ihnen behilflich sein kann.
Sich im Urlaub von einem Chauffeur fahren zu lassen ist ein besonderer Luxus. In einer edlen Limousine mit der Möglichkeit auf einen eigenen Chauffeurservice zurück greifen zu können, ist ein Privileg, das nicht nur für reiche Leute in Frage kommt. Besonders im Urlaub kann man sich auf diese Weise verwöhnen lassen. Auch in der Heimat gibt es zu bestimmten Anlässen, wie zum Beispiel einer Gala, einen Shuttle-Service. Also warum auch nicht im Urlaub nutzen?
Haben Sie die Hürden des Zutrittes überwunden, befinden Sie sich auf dem größten Kamelmarkt des Vorderen Orients. Hier wechseln die Kamele blitzschnell den Besitzer. Sie werden sich sicherlich darüber wundern, warum alle Kamele auf drei Beinen stehen. Das hat einen guten Grund: Ein Bein der Höckertiere wird während der gesamten Marktzeit hochgebunden. Damit soll verhindert werden, dass die Tiere „Reiß-Aus“ nehmen.
Bevor die Kamele zum Handel freigegeben werden, liegt ein weiter Weg vor ihnen. Sie kommen meist aus dem Sudan und sind zuvor über tausend Kilometer durch die Wüste marschiert. In der Nähe von Assuan werden sie auf Lastwagen und Güterwagons verladen und in die ägyptische Hautstadt gebracht. Die meisten Tiere landen in den Schlachthöfen. Einige werden auch als Lasttiere weiter verkauft. Das Spektakel dauert bis am Mittag.
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